LRQA unterstützt das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) und das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) bei der Umsetzung des Nationalen Aktionsplans der Schweiz für Wirtschaft und Menschenrechte.
Mit der Verabschiedung der Leitprinzipien der Vereinten Nationen für Wirtschaft und Menschenrechte (UNGPs) im Jahr 2011 rief der Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen die Regierungen dazu auf, die Umsetzung der UNGPs durch Nationale Aktionspläne zu unterstützen. Bis heute haben weltweit mehr als 30 Länder entsprechende Aktionspläne verabschiedet – einige bereits in ihrer zweiten oder dritten Fassung.
Zu diesen Ländern gehört auch die Schweiz, die 2024 ihren dritten Nationalen Aktionsplan für Wirtschaft und Menschenrechte (NAP) veröffentlicht hat. LRQA unterstützt derzeit das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) und das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) bei dessen Umsetzung.
Während die ersten NAPs vor allem darauf ausgerichtet waren, das Bewusstsein für menschenrechtliche Sorgfaltspflichten in Unternehmen zu stärken und praktische Orientierungshilfen bereitzustellen, konzentriert sich der NAP 2024–2027 auf eine Reihe zentraler Hebel sowie auf die wesentlichen Herausforderungen unserer Zeit im Bereich Wirtschaft und Menschenrechte. Zwei dieser Schwerpunkte stehen auch im Mittelpunkt der Zusammenarbeit von LRQA mit dem SECO und dem EDA:
- Förderung menschenrechtlicher Sorgfaltspflichten im Kontext der Energiewende
- Sensibilisierung des Investitions- und Finanzdienstleistungssektors dafür, wie die Achtung der Menschenrechte in unternehmerischen Aktivitäten gefördert werden kann
Zur Unterstützung dieser Zielsetzung wird LRQA in den Jahren 2026 und 2027 verschiedene Dialog- und Sensibilisierungsmaßnahmen durchführen. Diese sollen den Austausch fördern, praktische Erkenntnisse und bewährte Verfahren vermitteln sowie die Zusammenarbeit zwischen den relevanten Akteuren stärken. Das Programm ist Teil des kontinuierlichen Engagements der Schweiz zur Förderung der UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte und zur Vertiefung des Verständnisses dafür, welchen Beitrag Unternehmen neben ökologischen Fortschritten auch zu positiven gesellschaftlichen Entwicklungen leisten können.
Laura Curtze, Associate Director im europäischen Sustainability-Consulting-Team von LRQA, erklärte:
„Es ist uns eine Ehre, die Umsetzung des Nationalen Aktionsplans der Schweiz zu unterstützen. Unsere Erfahrung in der Begleitung von Organisationen bei der Entwicklung von Nachhaltigkeitsstrategien, der Umsetzung menschenrechtlicher Sorgfaltspflichten, verantwortungsvoller Beschaffung und Stakeholder-Dialogen zeigt, wie wichtig es ist, Zusammenhänge herzustellen und die vorhandenen Hebel wirksam zu nutzen, um Bewusstsein zu schaffen und konkrete Verbesserungen für Menschen zu erreichen. Wir werden dazu beitragen, Gespräche zu ermöglichen, die von der Theorie in die Praxis führen.“
Die erste Veranstaltung des Programms findet am 24. Juni 2026 in Bern statt und bringt Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Verwaltung, Wissenschaft, Wirtschaftsverbänden und Zivilgesellschaft zusammen, um die Chancen und Herausforderungen einer gerechten Transformation („Just Transition“) zu diskutieren.
Das Projekt wird von den LRQA-Teammitgliedern Laura Curtze, Alexandra Sauer, Theresa Gigov und Johanna Tensi geleitet. Es unterstreicht die wachsende Rolle von LRQA bei der Unterstützung von politischen Entscheidungsträgern und öffentlichen Institutionen – zusätzlich zur Zusammenarbeit mit globalen Markenunternehmen – bei der Bewältigung einiger der komplexesten Nachhaltigkeits- und Menschenrechtsherausforderungen unserer Zeit.
Im Rahmen des Stakeholder-Engagement-Programms werden im Laufe des Jahres 2026 weitere Veranstaltungen und Webinare stattfinden.
